Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren

Begutachtungsverfahren

Das Stiftungsbüro in München prüft den eingegangenen Antrag anhand formaler Kriterien.
Wenn alle Unterlagen vollständig in digitaler sowie schriftlicher Form vorliegen, wird der Antrag ins Begutachtungsverfahren übergeleitet.
Die Anwendung des Peer-Review garantiert die hohe Qualität von Begutachtung und Entscheidung.

  1. Jeder Antrag wird einem Berichterstatter zugeordnet, der ein medizinisches Gremienmitglied der Stiftung ist.
  2. Der Berichterstatter wählt zwei unabhängige Gutachter aus. Diese Anzahl kann je nach Art des Antrags variieren. Wenn die Gutachter divergierende Voten abgeben, kann ein Drittgutachter hinzugezogen werden.
  3. Auf Grundlage der eingegangenen Gutachten erstellt der Berichterstatter eine zusammenfassende Übersicht, in der er eine Empfehlung für die Entscheidung abgibt.

Entscheidungsverfahren

Anträge werden regelmäßig in sog. „Umlaufverfahren“ oder in den Sitzungen der Gremienmitglieder entschieden. Sitzungen finden regelmäßig statt; die Umlaufverfahren sind unabhängig von den Terminen der Sitzungen.

  1. Abstimmung im Wissenschaftlichen Beirat: die Mitglieder stimmen auf Grundlage der von den Berichterstattern erstellten Übersichten über die zur Entscheidung anstehenden Anträge ab
  2. Vorschlag Vorsitzender Wissenschaftlicher Beirat: auf Grundlage der Übersichten der Berichterstatter sowie der Voten der Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats erstellt der Vorsitzende eine Zusammenfassung und gibt einen Vorschlag für die Entscheidung ab
  3. Beschlussfassung im Stiftungsrat: auf Grundlage der Übersichten der Berichterstatter sowie der Vorschläge des Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats stimmen die Mitglieder des Stiftungsrats über die zur Entscheidung anstehenden Anträge ab
  4. Entscheidung Vorsitzender Stiftungsrat: auf Grundlage der vorhandenen Voten und Empfehlungen trifft der Vorsitzende des Stiftungsrats die endgültige Entscheidung über den Antrag
  5. Das Stiftungsbüro in München informiert die Antragsteller per Brief und Email

Bewilligungsquote

Die Bewilligungsquote in Bezug auf die beantragten Mittel lag in den vergangenen fünf Jahren bei durchschnittlich 24% mit sinkender Tendenz.

Bearbeitungsdauer

Die Dauer der Antragsbearbeitung in den letzten fünf Jahren lag bei durchschnittlich vier bis fünf Monaten. In Einzelfällen kann es auch zu längeren Bearbeitungszeiten kommen.

Hinweis

Gremienmitglieder der Wilhelm Sander-Stiftung oder externe Gutachter, bei denen eine mögliche Befangenheit in Bezug auf einen Antrag besteht, werden nicht ins jeweilige Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren einbezogen.
Eine Befangenheit besteht beispielsweise bei Anträgen aus der eigenen Klinik oder Arbeitsgruppe, im Falle einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit oder bei verwandtschaftlichen Beziehungen.
Als Antragsteller haben Sie im Begleitschreiben zum Antrag die Möglichkeit, eine Ablehnung von Gutachtern (z.B. Hinweise auf Befangenheiten potenzieller Gutachter) oder eine Empfehlung von Ihrer Meinung nach geeigneten Gutachtern auszusprechen.
Maßstab für die Beurteilung von Anträgen sind vor allem die Qualität der Arbeits- bzw. Forschungsvorhaben, daneben aber auch eine optimale Nutzung der Stiftungsgelder für den Stiftungszweck, so dass bei sparsamem Mitteleinsatz ein Optimum an Ergebnissen erzielt werden kann.
Die Gutachter bilden ihr Urteil an Hand der Informationen, die Sie in Ihrem Antrag geben. Es liegt deshalb in Ihrem Interesse, mit der Formulierung Ihres Antrags die Grundlage für ein abgewogenes und sachgerechtes Urteil zu schaffen.

Datenschutz

Alle Stellen innerhalb der Wilhelm Sander-Stiftung, die mit der Bearbeitung des Antrags und dessen Daten betraut sind, wurden nach §5 BDSG auf das Datengeheimnis sowie zur Wahrung von Geschäftsgeheimnissen verpflichtet.
Die beauftragten Gutachter selbst werden im Vorfeld nach §5 BDSG auf das Datengeheimnis sowie zur Wahrung von Geschäftsgeheimnissen verpflichtet, bevor sie die Antragsdaten erhalten.